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GALERIE THOMAS ABTEILUNG PRESSE

CAROLINE NEIDER
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Art Basel Miami Beach 2018

6. - 9. Dezember 2018

Formschön verwirrend mit kräuselndem Farbauftrag
Galerie Thomas präsentiert Max Ernsts „Les Peupliers“ neben anderen Meisterwerken

Das Gemälde „Les Peupliers“ entstand in Max Ernsts Liebesnest in Südfrankreich. Es war der letzte friedliche Sommer vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, der letzte und einzige Sommer in trauter und verrückter Zweisamkeit mit seiner Geliebten Leonora Carrington. Die Galerie Thomas freut sich, diese surrealistische Arbeit aus einer für Max Ernst so wichtigen Schaffens- und Lebensphase auf der Art Basel Miami Beach präsentieren zu können.

 Die letzten Wochen vor der Flucht in die USA

Max Ernst, der große deutsche Künstler und bedeutende Vertreter des Surrealismus, flieht aus Paris vor seiner streitsüchtigen zweiten Ehefrau und vor den Auseinandersetzungen mit dem politisch dem Stalinismus sich annähernden André Breton mit Leonora Carrington in das kleine Dorf Saint-Martin d’Ardèche. Sie kaufen sich dort ein Bauernhaus, verwandeln es mit Skulpturen und Malereien in ein Gesamtkunstwerk und bringen die Dorfbewohner mit FKK-Eskapaden gegen sich auf. In Saint-Martin schafft Max Ernst „Les Peupliers“, ein Werk, das sich in eine Gruppe von Gemälden einreiht, die mittels der Decalcomanie entstandene stelenartige Gebilde zeigen.

Nur wenige Wochen später in diesem dramatischen Sommer des Jahres 1939 wurde Max Ernst in dem berüchtigten Lager Les Milles interniert. Zweimal konnte er aus der Haft entkommen, schließlich floh er mit der Hilfe von niemand Geringerem als Peggy Guggenheim in die USA. Es kam nur noch zu einem kurzen Zusammentreffen mit Leonora in Lissabon, die Pläne zur gemeinsamen Flucht zerschlugen sich.  Der Name von Max Ernsts dritter Ehefrau wird Peggy Guggenheim lauten.

 Nur ein Eindruck von zwei Pappeln

Beim Betrachten des Werks „Les Peupliers“ (Die Pappeln) wird die eigene Wahrnehmung von zwei Bäumen in einer kargen Landschaft durch die skurrilen, seltsamen und verwirrenden Formen, in denen sich die Farbe windet, kräuselt und zu Zeichen und Symbolen formt, schnell verunsichert und aufgelöst. Nirgendwo gelingt es dem Auge, sich an einer bekannten Form festzuhalten: Profile und Gesichter und wolkenartige Gebilde scheinen auf und verschwinden wieder. „Max Ernst ist bekannt für seine Frottagen und Grattagen“, sagt Silke Thomas, „diesen eleganten Effekt der Oberfläche erzielt der Künstler jedoch durch die Technik der Decalcomanie, einem Abklatschverfahren, bei dem die aufgetragene Farbe so manipuliert wird, dass auf kontingente Weise Schlieren, Bläschen und Windungen auf der Oberfläche entstehen, die für Ernsts Gemälde dieser Zeit charakteristisch sind.“ Insofern sind sie paradigmatisch für den Surrealismus, da sie den Betrachter verführen, Figuren und Formen zu erkennen, die niemals willentlich dargestellt sind.

 Kunstwerke von Calder, Nolde und Schlemmer

Die Galerie Thomas freut sich, auf der Art Basel Miami Beach weitere Meisterwerke zu präsentieren: „Herbstmeer XII“ von Emil Nolde (1912), Mobile von Alexander Calder, "Zwei Köpfe und zwei Akte, Silberfries IV" (1931) von Oskar Schlemmer und anderen.

Art Cologne

19. - 22. April 2018

Auf der diesjährigen Art Cologne präsentiert sich die Galerie Thomas mit Werken des Deutschen Expressionismus u.a. von Gabriele Münter, Emil Nolde und einer Gruppe expressionistischer Graphik sowie mit einem Schwerpunkt von drei etablierten Positionen aus dem zeitgenössischen Bereich. 

Peter Blake (geb. 1932) avancierte in den 1950er Jahren zu einem der wichtigsten Vertreter der Pop Art. Berühmt ist der britische Künstler vor allem für die Gestaltung des Schallplattencovers des Beatles-Album „St. Peppers Lonely Hearts Club Band“ von 1967, das heute als ikonisches Werk der Pop Art gilt. Blake arbeitet vorrangig mit der Technik der Collage. Seine vielschichtigen Werke setzen sich aus Photographien, Comics, Zeitungstexten, Abbildungen der Werbung bis hin zu dreidimensionalen Fundstücken des alltäglichen Lebens zusammen. 

„Wer glaubt, die Pop Art sei in Amerika erfunden worden, der irrt. Sie kam aus England – und sie ist untrennbar mit Peter Blake verbunden.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung 

 

Peter Halley (geb. 1953) ist mit frühen Papierarbeiten aus den Jahren 1977 und 1978 zu sehen. In dieser Zeit hielt sich Halley in New Orleans auf und schuf eine Gruppe von Gouachen, die im Rahmen der Ausstellung "Peter Halley. Patterns and Figures, Gouaches 1977/78" soeben in der Galerie Thomas zum ersten Mal in Europa gezeigt wurde. In diesen frühen Arbeiten verarbeitet Peter Halley geometrische Formen und abstrakte Zeichen in kräftigen, strahlenden Farben, die seine Beschäftigung mit außereuropäischen Kulturen und deren Symbolen zeigen. 

Zugleich wird in ihnen der Einfluß von Matisse und dem Bauhaus, der klassischen Moderne und dem abstrakten Expressionismus deutlich sichtbar. In Halleys beginnender Auseinandersetzung mit der geometrischen Abstraktion liegt der Keim für die Ausformulierung seiner charakteristischen Formensprache und Farbanalyse, die sein malerisches Werk seit den frühen achtziger Jahren prägt und unverwechselbar macht. 

 

Jim Dine (geb. 1935) wird auf der Art Cologne mit Werken als Vorschau auf unsere ab 14. September 2018 zur ‚OPEN art‘ in München geplanten Ausstellung zu sehen sein. 

Dine macht Alltägliches zum Thema seiner Bilder. Seine Herzen fungieren als "Zeichen, dass man etwas wichtig nehmen kann, dass es eine ständige Gegenwart von Gefühlen gibt". Das Herz spielt auch im größeren Zusammenhang von Dines Werk eine wichtige Rolle - er kehrt immer wieder zu diesem Symbol zurück, benützt es als Fläche, auf die er seine Gedanken und Gefühle projiziert. 

"Ich beobachte mich selbst, seit ich auf der Welt bin. Alles, was ich tue, ist eine Art Selbstportrait. Ich bringe die Landschaft meines Inneren zum Ausdruck - egal ob als Maler, Bildhauer, Fotograf oder Dichter." Jim Dine 

 

Im Förderprogramm NEW POSITIONS der Art Cologne präsentiert die Galerie Thomas Martin Spengler (geb. 1974) und dessen aktuellen skulpturalen Wandobjekte, die architektonische Perspektiven reflektieren. 

Martin Spengler auf der New Positions der Art Cologne

19. - 22. April 2018

Die Galerie Thomas Modern freut sich, auf der NEW POSITIONS der ART COLOGNE kleinformatige Werke des gebürtigen Kölner Künstlers Martin Spengler (Jahrgang 1974) präsentieren zu können. Seine oft weit in den Raum hineinragenden Bildreliefs spielen mit der tatsächlichen Wiedergabe von erkennbaren Strukturen einerseits und der totalen Auflösung des Bildes andererseits.

Passend zum Veranstaltungsort der Art Cologne, stellt Martin Spengler Kölner Hochhaus-Motive in den Mittelpunkt der New Positions-Koje der Galerie Thomas Modern – darunter das Westcenter und das Unicenter. Angelehnt an die vielerorts gekachelten Häuserwände in Köln, zeigt Spengler seine Werke auf einer mit Kacheln bedruckten Wandtapete. Vier verschiedene Ansichten der jeweiligen Hochhauskomplexe – jede ein Unikat – wird der Künstler für die New Positions auf der Art Cologne kreieren.

Neben der Rhein-Metropole wird sich Martin Spengler für die Art Cologne auch verschiedenen Motiven der Londoner City, wie z.B. dem Bankenviertel, widmen.

Die aufwendigen in Wellpappe geschnitzten Reliefs sind in ihrer kontrastreichen Klarheit gleichermaßen unverkennbar wie atemberaubend. Die lange Produktionszeit der Werke ist auf den ersten Blick sichtbar und bedingt die geringe Stückzahl an Arbeiten, die entstehen können.

"Der gemeinsame Nenner ist immer die Struktur der im Bild eingefangenen Phänomene. Organische Massen besitzen auch architektonische Strukturen und umgekehrt. Diese Ordnungen versuche ich in meinen Bildern wiederzugeben. Gleichzeitig entsteht in der Darstellung durch das Relief auch eine neue oder andere Perspektive auf diese Ordnungsstrukturen. […]

Das Graphit [auf den Schnittkanten der mit Kalkgrund angestrichenen Objektoberfläche] verleiht der Arbeit einen eigenen Charakter und Ausdruck und verstärkt das Flirren bis zur optischen Überreizung. Das Werkstück soll zu einem Organ werden, das den Eindruck erweckt, in sich zu pulsieren. Das monochrome Weiß ist zeitlos und daher eine Projektionsfläche. […]

Architektur unterliegt bestimmten funktionalen Bestimmungen. Grundsätzlich ist sie schön und folgt immer einer bestimmten ästhetischen Ausformung. Architektonische Ästhetiken sind das Ergebnis langwieriger Versuche, etwas funktionieren zu lassen. Wenn man neben dem Kölner Dom steht, an einem Hochhaus hinaufschaut oder ein Autobahnkreuz aus der Höhe betrachtet, nimmt man die Kraft dieser Objekte wahr. Meine Werke fangen all dies in einer komprimierten Form ein, sie sind Fetische.“ (Martin Spengler)

Art Basel Miami Beach

7. - 10. Dezember 2017

Als eine der führenden internationalen Galerien für den Deutschen Expressionismus und die Klassische Moderne freut sich die Galerie Thomas, auf der Art Basel Miami Beach 2017 eine Sonderausstellung mit Werken von Alexander Calder und Joan Miró zu präsentieren.

Calder und Miró trafen sich zum ersten Mal 1928 in Paris und blieben bis zum Tod Calders im Leben des jeweils Anderen präsent. Ihre Freundschaft förderte einen künstlerischen Dialog an der Grenze zwischen Physik und Poesie, eine Kommunikation der frei schwebenden Formen. Verwandt in der kompositori-schen, formalen und ästhetischen Herangehensweise, zeugen ihre jeweiligen Oeuvres von der Suche nach einer neuen Ausdrucksweise in der Kunst.

Der künstlerische Dialog wird in den Gemälden, Skulpturen und Werken auf Papier beider Künstler am Stand der Galerie Thomas sichtbar. Natürlich darf weder ein Beispiel für Calders typische und berühmte Mobiles noch für Mirós unverwechsel-bare Bilder fehlen, die zwischen surrealistischem Symbolismus und lyrischer Abstraktion oszillieren.

Ein zusätzlicher Schwerpunkt liegt auf Meisterwerken des Blauen Reiter und der Brücke - z.B. von Emil Nolde, Alexej von Jawlensky, August Macke und Gabriele Münter, sowie auf weiteren Künstlern der Klassischen Moderne wie Marc Chagall und Chaim Soutine.

Marc Chagall verwendete den Eiffelturm oft in Gemälden. Grund dafür war die Tatsache, dass Chagall von der Stadt Paris überwältigt war und die ersten Eindrücke nach seiner Ankunft 1910 nie vergessen konnte.

Paper Positions Munich

27. - 29. Oktober 2017

Auf der 'Paper Positions Munich' präsentiert die Galerie Thomas Modern Werke von drei jungen Künstlern, die den Schwerpunkt ihres Oeuvres auf das Medium Papier gelegt haben: Simon Schubert (*1976), Martin Spengler (*1974) und Andreas Kocks (*1960).

Simon Schubert lässt aus einem einfachen Blatt Papier mit präziser, gestalterischer Technik des Faltens die Illusion eines dreidimensionalen Raumes entstehen. Bei einem bestimmten Lichteinfall entsteht die Vorstellung eines tiefen Raumes, mit Ansichten von Säulen, Türen und Treppen. Die Galerie Thomas Modern konnte Schuberts Werk bereits in vier Einzelausstellungen präsentieren - so zuletzt 2016 "Wo auch immer ist jetzt".

Martin Spengler schafft großformatige, oft weit in den Raum hineinragende Bildreliefs, die mit der tatsächlichen Wiedergabe von erkennbaren Strukturen, wie Gittern und Ornamenten einerseits und der totalen Auflösung des Bildes anderseits spielen.

Die reliefartigen, häufig in Graphit gefassten Papierarbeiten von Andreas Kocks entwickelten sich aus seinen bildhauerischen Zeichnungen, indem er begann mit dem Skalpell in die Zeichnungen hinein zu schneiden und dadurch Raum zu gewinnen. Der Widerspruch zwischen der Leichtigkeit und Verletzlichkeit des Materials und der Vitalität der zugrunde liegenden zeichnerischen und malerischen Geste verleihen den Werken ihre Kraft.

Nach dem großen Erfolg der 'Paper Positions' in Berlin findet die Kunstmesse nun auch in München statt. Parallel zur 'Highlights' präsentieren 35 Galerien zeitgenössische Kunst mit Fokus auf dem Material Papier.

Munich Highlights

25. - 29. Oktober 2017

Auf der Highlights 2017 präsentiert sich die Galerie Thomas mit Schwerpunkten zum Werk von Gabriele Münter sowie Alexander Calder und Joan Miró.

Wir zeigen auf der Messe eine Preview zu unserer ab 10. November 2017 in der Galerie geplanten Ausstellung, die sich dem Werk von Gabriele Münter widmet. Als Mitglied der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ war sie nicht nur eine herausragende Malerin des Expressionismus, sondern gehörte auch zu den bedeutendsten weiblichen Künstlerpersönlichkeiten der Moderne in Deutschland. Anlässlich ihres 140. Geburtstages präsentiert Galerie Thomas einen Querschnitt durch das Werk der Künstlerin.


Calder und Miró trafen sich zum ersten Mal 1928 in Paris und blieben bis zum Tod Calders im Leben des jeweils Anderen präsent. Ihre Freundschaft förderte einen künstlerischen Dialog an der Grenze zwischen Physik und Poesie, eine Kommunikation der frei schwebenden Formen.

Verwandt in der kompositorischen, formalen und ästhetischen Herangehensweise, zeugen ihre jeweiligen Oeuvres von der Suche nach einer neuen Ausdrucksweise in der Kunst, die zugleich die Einflüsse der Klassischen Moderne und die surrealistischen Errungenschaften berücksichtigt.

Der künstlerische Dialog wird in den Gemälden, Skulpturen und Werken auf Papier beider Künstler am Stand der Galerie Thomas auf der Highlights 2017 sichtbar. Natürlich darf weder ein Beispiel für Calders typische und berühmte Mobiles noch für Mirós unverwechselbare Bilder fehlen, die zwischen surrealistischem Symbolismus und lyrischer Abstraktion oszillieren. So wie Miró auch als Bildhauer arbeitete, widmete sich Calder der Malerei. Auf der Highlights präsentieren wir alle künstlerischen Ansätze und Techniken der beiden Meister und bieten damit die Möglichkeit, Ähnlichkeiten und Unterschiede, Analogien und Besonderheiten in ihren schöpferischen Oeuvres zu entdecken.


Als eine der führenden internationalen Galerien für den Deutschen Expressionismus und die Klassische Moderne zeigen wir darüber hinaus Werke von Emil Nolde, August Macke, Max Beckmann und eine Auswahl von Skulpturen u.a. von Gerhard Marcks, Fritz Klimsch und Fernando Botero.

Frieze Masters

5. - 8. Oktober 2017

Als eine der führenden internationalen Galerien für den Deutschen Expressionismus und die Klassische Moderne freut sich die Galerie Thomas, auf der Frieze Masters eine Sonderausstellung zu präsentieren, die das Werk von Alexander Calder und Joan Miró in den Mittelpunkt stellt. 

Calder und Miró trafen sich zum ersten Mal 1928 in Paris und blieben bis zum Tod Calders im Leben des jeweils Anderen präsent. Ihre Freundschaft förderte einen künstlerischen Dialog an der Grenze zwischen Physik und Poesie, eine Kommunikation der frei schwebenden Formen.

Verwandt in der kompositorischen, formalen und ästhetischen Herangehensweise, zeugen ihre jeweiligen Oeuvres von der Suche nach einer neuen Ausdrucksweise in der Kunst, die zugleich die Einflüsse der Klassischen Moderne und die surrealistischen Errungenschaften berücksichtigt.

Trotzdem gab es zwischen Calder und Miró auch viele Gegensätze. Der Amerikaner Calder war gesellig und laut, groß und kräftig, der Katalane Miró hingegen zurückhaltend und ruhig, klein und zierlich - aber sie verstanden sich auf Anhieb. Wenn man ihre Werke nebeneinander sieht, wird ein Grund dafür deutlich: sie sprachen dieselbe künstlerische Sprache, getränkt durch Lebensfreude, reiche Vorstellungskraft und einen ähnlichen Sinn für Humor.

Alexander Calder (1898 - 1976) gehört zu den innovativsten Schöpfern Kinetischer Kunst im 20. Jahrhundert. Als Calder 1926 in Paris weilte, begann er, Skulpturen aus Draht zu schaffen. Er folgte dem Zeitgeist, indem er sich bei seinen Werken auf Bewegung und Zeit konzentrierte. Er war der erste Künstler, der seine ästhetischen Prinzipien auf diesen Elementen aufbaute.

„Warum muss Kunst statisch sein? Der nächste Schritt ist die bewegliche Skulptur.“
Alexander Calder

„Eine einfache Linie - mit dem Pinsel gemalt - kann zu Freiheit und Glück führen.“
Joan Miró

Durch das Zusammentreffen mit den Surrealisten um André Breton veränderte sich das Werk von Joan Miró (1893 - 1983) grundlegend. Schritt für Schritt entwickelte Miró seine charakteristische bildhafte Sprache, voll von traumhaften und fantastischen Wesen. Ausgehend von dieser reichen Vorstellungskraft und poetischen Vision ersann der Künstler seinen eigenen Bildkosmos.

Der künstlerische Dialog wird in den Gemälden, Skulpturen und Werken auf Papier beider Künstler am Stand der Galerie Thomas auf der Frieze Masters 2017 sichtbar. Natürlich darf weder ein Beispiel für Calders typische und berühmte Mobiles noch für Mirós unverwechselbare Bilder fehlen, die zwischen surrealistischem Symbolismus und lyrischer Abstraktion oszillieren. So wie Miró auch als Bildhauer arbeitete, widmete sich Calder der Malerei. Auf der Frieze Masters präsentieren wir alle künstlerischen Ansätze und Techniken der beiden Meister und bieten damit die Möglichkeit, Ähnlichkeiten und Unterschiede, Analogien und Besonderheiten in ihren schöpferischen Oeuvres zu entdecken.

Die Galerie Thomas freut sich, nach der Ausstellung ‚Alexander Calder & Joan Miró' im Jahr 2010 bereits zum zweiten Mal einen Querschnitt von Werken dieser beiden Ausnahmekünstler zeigen zu können.

Art Basel

15. Juni 2017 - 18. Juni 2017, Halle 2.0, Stand H14

Auf der Art Basel 2017 präsentiert sich die Galerie Thomas mit einer besonderen Auswahl von Meisterwerken aus den Schwerpunkten des Galerieprogramms. Als eine der führenden internationalen Galerien für den Deutschen Expressionismus und die Klassische Moderne zeigen wir in Basel u. a. Werke von Alexej von Jawlensky, August Macke, Oskar Schlemmer sowie Marc Chagall, Pablo Picasso und Chaim Soutine.

Chaim Soutines Ölgemälde "Landschaft in Cagnes" entstand 1923/24 während eines Aufenthaltes in Cagnes-sur-Mer (Südfrankreich). Er malte das Städtchen, das auf einem Hügel gelegen ist, in vielen Variationen. In der vorliegenden Arbeit zieht der kraftvolle Pinselduktus den Betrachter förmlich in das Bild hinein. Der Sog scheint aber auch die umliegende Landschaft und die Häuser zu erfassen, die sich in einem Strudel den Biegungen der Straße anpassen. Die Bewegung verbleibt aber in der Bildkomposition. Soutine fasst sie ein und erzeugt dadurch eine bestimmende Prägnanz, der man sich nicht entziehen kann.  

Rund 30 Jahre später schuf Marc Chagall die "Série de Paris", eine Gruppe von Arbeiten, die zeigt, dass er nach seinem Umzug im Jahr 1950 wirklich in Frankreich angekommen war. Die poetischen Szenen, die er nun malte, setzte er vor den Hintergrund mit einem Panorama der Stadt Paris oder von Städten und Dörfern in der Provence. Für "Etude pour la nuit de Vence" aus dem Jahr 1953 schweben der Geiger, der Hahn und die Ziege, altbekannte Elemente, die er als Erinnerung an das Leben in seiner geliebten Heimatstadt Witebsk schätzte, am Nachthimmel, von tiefem Rot umgeben. Der Vollmond scheint auf eine dunkle Stadt, ein Liebespaar umarmt sich im Vordergrund.

Im Frühjahr 1963 malte Pablo Picasso mehrere Darstellungen eines Malers im Profil, dessen charakteristische Ikonographie der stark umrandeten Augen, der wirren, lockigen Haare und des Bartes mit Picassos Rembrandt in seiner Version von dessen "Selbstportät mit Saskia" vom März 1963 übereinstimmen. In diese Gruppe von Rembrandt-Porträts gehört auch das Gemälde "Tête d'Homme, profil", das wenige Tage zuvor entstanden ist. Hier erprobt Picasso sowohl die Physiognomie des niederländischen Meisters als auch die komplexe Raumperspektive in einer konzentrierten Komposition.

Im gleichen Jahr schuf der Avantgardist Lucio Fontana die Plastik "Concetto Spaziale". Die glasierte Keramik in Blau- und Grüntönen entstand als Unikat bei der Suche nach einer neuen Raumerfahrung - nicht nur für die Bildhauerei, sondern auch für die Malerei. Fontana ging es um die Öffnung von Räumen, indem er zum Beispiel mit spitzen Hilfsmitteln die Leinwand oder Bildoberfläche durchbohrte. 1958 öffnete er auf diese Weise monochrome Leinwände mit einem scharfen Messer. Der dabei entstandene Schlitz ließ die Illusion eines unendlichen Raumes dahinter entstehen. So durchbrach er die Zweidimensionalität seines Kunstwerkes, öffnete eine weitere Raumdimension und gab der Leere zugleich etwas Positives. Später übertrug er das gleiche Prinzip auf Reliefs aus verschiedenen Materialien und auf eiförmige Objekte aus Ton und Bronze.

Art Basel Unlimited

16. Juni 2016 - 19. Juni 2016, Halle 1.0, Stand U57

Die Galerie Thomas präsentiert auf der diesjährigen Art Basel Unlimited eine eigens zu diesem Anlaß geschaffene große Wandinstallation mit neuen Gemälden. Unter dem Titel "Weak Force" arrangiert Peter Halley seine großformatigen "Grid-Paintings" auf einem die 18 Meter lange Wand überziehenden ornamentalen Muster und erzeugt durch den Kontrast nicht nur eine enorme ästhetische Wirkung, sondern formuliert zugleich seine künstlerische Befragung unserer modernen Wahrnehmungs- und Ordnungssysteme.

In seinem Werk erforscht Halley geometrische Muster, Farben und Oberflächenstrukturen sowie deren Organisation und stellt so eine Untersuchung der Strukturen moderner technologischer Ordnungen von Kommunikationssystemen, Architekturen, Versorgungsinfrastrukturen und dergleichen an. Die Vorherrschaft digital bestimmter Layouts in Rahmen und Schichten ist in allen seinen Arbeiten sichtbar. In seinen neuesten Werken legt Halley den Schwerpunkt auf rechteckige Farbfelder ohne Umrißlinien, wie sie in seinen sogenannten cells, prisons und conduits früherer Werke vorkommen. In diesen neuen Bildern stellen sich Assoziationen von großformatigen Bilderpixeln ein und verweisen auf Halleys Befragung der Organisation und Konstruktion von Raum, Kommunikation und ihrer Regulierung.

Peter Halleys Grid Paintings scheinen einen widersprüchlichen Kommentar auf die die Wand überziehenden Muster explodierender Farbzellen zu geben, die gleichzeitig sichtbar sind und verweisen damit auch auf eine zeitliche Struktur. Es bleibt unklar, ob die Gemälde sich auf ein Detail im Zeitablauf oder der Farbkombination beziehen oder ob es sich um eine zufällige Auswahl handelt, die dem Betrachter eine bestimmte Sichtweise aufzwingt. Auch wenn die strengen Regeln der Komposition klar ersichtlich sind, zeigt Peter Halley zugleich, wie die Hierarchie der Information die Regeln der Wahrnehmung beeinflußt.

Indem er die konventionellen Erwartungen an Darstellung und Hintergrund (oder an Bild und Wand) auf den Kopf stellt, verbindet Peter Halley ironisch die sonst getrennten historischen Strömungen von geometrischer Abstraktion, abstraktem Expressionismus und Pop Art. Damit weist er deutlich auf die Fragilität hin, die in der scheinbaren Solidität dessen liegt, was wir konstruieren.

Die Galerie Thomas vertritt Peter Halley in Deutschland exklusiv.

RAIMUND THOMAS ERHÄLT ART COLOGNE-PREIS 2016

14. April 2016

Mit dem Preis der ART COLOGNE wird in diesem Jahr Raimund Thomas für seine herausragenden Leistungen in der Kunstvermittlung geehrt. Der Münchner Galerist gehörte 1967 bereits zu den Gründungsmitgliedern des "Kunstmarktes Köln".

Nach einem Studium der Architektur in München beschließt Raimund Thomas 1961, Galerist zu werden. Er verbringt mehrere Monate in London, New York und Paris, um dort Galerien zu besuchen, hört Vorlesungen der Kunstgeschichte in München und eröffnet 1964 die Galerie Thomas in der Maximilianstrasse 25.

Trotz eines damals noch wenig aufgeschlossenen Umfelds in München, stellt er bereits in den 60er- und 70er-Jahren Künstler der internationalen Avantgarde aus, darunter Yves Klein, Cy Twombly, Eduardo Chillida, Piero Manzoni, aber auch Gerhard Richter, Joseph Beuys, Josef Albers und Gotthard Graubner. Die späten 60er-Jahre stehen im Zeichen der Pop-Art - unter anderem mit einer Ausstellung der "Nudes" von Wesselmann.

Schon bald setzt Raimund Thomas einen ersten Schwerpunkt, indem er sich auf Werke des Deutschen Expressionismus und der Klassischen Moderne konzentriert. Max Pechstein, August Macke, Gabriele Münter, Ernst Heckel, Christian Rohlfs, Otto Mueller und Ernst Ludwig Kirchner sind fortan untrennbar mit dem Programm der Galerie verbunden.

1978 kann die Galerie eine Ausstellung mit hundert zuvor nie gezeigten Werken von Alexej von Jawlensky präsentieren. Ein weiterer Meilenstein in der Galeriegeschichte ist der Erwerb bedeutender expressionistischer Werke aus der legendären "Sammlung Rheingarten". Mit Ausstellungsereignissen wie dem Zyklus "Die blauen Vier", der nacheinander Klee, Kandinsky, Jawlensky und Feininger präsentiert, führt Raimund Thomas die Tradition seiner großen Vorgänger fort, der Galeristen Günter Franke und Otto Stangl.

1986 ist Raimund Thomas zusammen mit vier anderen Kunsthändlern ein Gründungsmitglied des Auktionshauses Villa Grisebach in Berlin.

Er engagiert sich für zeitgenössische Künstler wie Mimmo Paladino, Nicola De Maria, Franceso Clemente, Enzo Cucchi - weiter Jean-Michel Basquiat, die Graffiti-Künstler oder die Berliner "Neuen Wilden".

Tatsächlich gehört Pioniergeist zu den charakteristischen Eigenschaften, die Raimund Thomas zeitlebens entwickelt hat. Bezeichnend dafür ist 1987 die Eröffnung seiner privaten Kunsthalle, des A 11 Art Forum, in dem er jahrelang seine persönlichen Ausstellungsvisionen verwirklicht. Auf mehreren Etagen zeigt er bis 1990 Querschnitte aus der "documenta 8" und der Biennale in Venedig, immer wieder junge Kunst, Beuys, aber auch Klassisches wie das gesamte lithographische Werk von Picasso.

1995 tritt seine Tochter Silke Thomas in die Galerie ein, die sie seitdem maßgeblich mit ihm leitet.

Zu den wichtigsten Präsentationen der jüngeren Vergangenheit zählen die Ausstellung mit Werken von Chaim Soutine, der Zyklus "Meisterwerke I-V", eine lose Folge von Ausstellungen mit herausragenden Werken von Künstlern des Deutschen Expressionismus, aber auch Einzelausstellungen mit bedeutenden Vertretern der amerikanischen Nachkriegskunst wie Tom Wesselmann, Frank Stella und Jim Dine sowie ein internationales Ausstellungsprojekt anlässlich des 75. Geburtstages von Fernando Botero, einschließlich der Ausstellung seiner monumentalen Skulpturen auf der Museumsinsel in Berlin im Herbst 2007.

2009 eröffnet die Galerie Thomas in der Türkenstrasse 16, in direkter Nachbarschaft zur Pinakothek der Moderne und dem Museum Brandhorst, einen zweiten Standort in München, die Galerie Thomas Modern. Auf knapp 900 qm entstehen Räume für Kunst nach 1945. Gezeigt werden die wichtigen Vertreter der deutschen Nachkriegskunst wie Joseph Beuys und Anselm Kiefer, deren Zeitgenossen in den USA wie Andy Warhol, Tom Wesselmann, Jim Dine, Joan Mitchell, George Segal und Sam Francis, aber auch international etablierte Künstler der jüngeren Generation wie Marc Quinn und Peter Halley.

Seit September 2015 sind beide Galerien im Kunstareal, in der Türkenstrasse 16, beheimatet.

Mit Raimund Thomas wird 2016 ein Gründungsmitglied des "Kunstmarktes Köln", dem Vorgänger der heutigen ART COLOGNE, mit dem ART COLOGNE-Preis geehrt. Seit 1967 zählt die Galerie Thomas zum festen Ausstellerstamm der weltweit ersten Messe für moderne und zeitgenössische Kunst.

Der ART COLOGNE-Preis wird jährlich vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG) und der Koelnmesse für herausragende Leistungen in der Kunstvermittlung vergeben. Die Preisverleihung findet mit geladenen Gästen am Eröffnungstag der diesjährigen ART COLOGNE im Historischen Rathaus in Köln statt.

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