OBJEKT DES MONATS

Hier stellen wir Ihnen monatlich ein Kunstwerk vor, auf das wir Sie aus ganz besonderen Gründen aufmerksam machen möchten. Unser erstes Objekt des Monats ist Mädchenbildnis - Johanna Schiefler von Emil Nolde.

Emil Nolde

Mädchenbildnis - Johanna Schiefler

Aquarell und Tusche auf Japanpapier
1920
48,5 x 35,5 cm
signiert unten links

Gustav Schiefler und Emil Nolde lernten sich bereits im Sommer 1906 in Hamburg kennen und wurden bald gute Freunde. Durch Nolde lernte Schiefler die Mitglieder der "Brücke" kennen, die Nolde 1907 bereits wieder verließ, den Künstlern der Gruppe war er jedoch weiterhin freundschaftlich verbunden. Schiefler wurde Passivmitglied und begeisterte weitere Hamburger für die Künstlergruppe, wie Dr. Rosa Shapire. Der Landgerichtsdirektor Schiefler war nicht nur Sammler und Mäzen, bei dem die Künstler stets gern gesehen waren, er war außerdem der Autor der Werkverzeichnisse der Druckgraphik von Ernst Ludwig Kirchner, Max Liebermann, Edvard Munch und Emil Nolde. Die hier Dargestellte ist Johanna Schiefler, eine der drei Töchter von Gustav und Luise Schiefler, die im dem Jahr, als Nolde sie portraitierte, den Dermatologen Otto von Beyse aus Hildesheim heiratete. Dieser war dabei, als der Künstler das Aquarell in kürzester Zeit schuf, auch er wurde bei dieser Gelegenheit portraitiert. Nolde lebte 1920 auf dem alten Anwesen Utenwarf, das er und Ada gekauft und selbst hergerichtet hatten. Nach einer Volksabstimmung gehörte dieser Teil Schleswigs nun zu Dänemark, auch Nolde nahm die dänische Staatsbürgerschaft an. Im Jahr 1920 wurde dem Künstler eine besondere Ehre zuteil: Die Nationalgalerie in Berlin richtete Emil Nolde einen eigenen Raum ein.

Preis auf Anfrage

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