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Ein Stück Ewigkeit im Stein

Zum 80. Geburtstag von Ulrich Rückriem: Ausstellung in Nordrhein-Westfalen

Ulrich Rückriems Lebensthema ist die Variation des Wenigen, des Minimalen, der Linien und Punkte. Der gelernte Steinmetz, der heute als wichtiger Vertreter des Minimalismus bekannt ist, übte in seiner Abkehr von der figürlichen Darstellung großen Einfluss auf die moderne Bildhauerei aus. Anlässlich seines 80. Geburtstages Ende September zeigt das nordrhein-westfälische Kulturzentrum Sinsteden Werke des 1938 in Düsseldorf geborenen Künstlers.

80 Jahre – 80 Drucke

In einem Raum in der Scheune werden 80 kleine Drucke in DIN A7 von Ulrich Rückriem gezeigt, eine Zeichnung für jedes Jahr. Die Drucke sind nicht gerahmt sondern direkt auf die Wand geklebt, womit sie sich einer Wiederverwendung entziehen. Bekannt geworden ist Rückriem aber vor allem mit seinen steinernen Skulpturen, von denen auch mehrere im öffentlichen Raum ausgestellt sind wie etwa im Deutschen Bundestag in Berlin. In den Jahren1972, 1987 und 1992 nahm er an der documenta, 1978 mit vier gespaltenen Dolomitsteinen an der Biennale in Venedig teil. Ulrich Rückriem lebt in London oder Köln.

Rückriem entwickelte eine eigene Arbeitstechnik, die das Werkmaterial und den Arbeitsprozess durch Verdopplung, Teilung und Reduzierung des Materials thematisiert. Oft schneidet er Steinblöcke in einzelne Teile, die er dann wieder zu einer neuen Form zusammenstellt, wie in unserem vorliegenden Werk: Ohne Titel, 2-teilige Steinskulptur, Granit (7 Teile), 1983, 130 x 143 x 35 cm und 130 x 50 x 46 cm.  

 

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