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Die Welt der Gaukler und Artisten

Die Fondation Beyeler zeigt ab Februar Werke aus Picassos blauer und rosa Periode

Pablo Picasso steht noch am Beginn seiner Weltkarriere, als er seine Gemälde erst in blauen, später in rosa Tönen malt. Er hat für kurze Zeit an der Königlichen Akademie in Madrid studiert, bereits eine erste Einzelausstellung in Barcelona gehabt, die aber nur zu einem mäßigen Verkaufserfolg führte, und er war bereits das erste Mal in Paris – mit seinem engen Freund Carlos Casagemas anlässlich der Weltausstellung 1900. Mit ihm teilt er sich auch für einige Monate ein Atelier am Montmartre. In den melancholischen Bildern der blauen Periode erkennen viele Kunsthistoriker eine künstlerische Reaktion auf Casagemas Selbstmord kurze Zeit später.

Picasso malt Gaukler vor leeren Tribünen, zerbrechliche Jünglinge im Harlekin-Kostüm, magere Frauen mit sehnsüchtigem Blick. Seine Saltimbanques passen wunderbar in die Zeit, in der Gaukler und Artisten einen Blick auf die andere Seite der Gesellschaft erlaubten. Es ist aber auch die Zeit, in der Picasso sich erstmals von der Familie trennt, die ihm den Weg in die Malerei von Kindheit an geebnet hat. In der rosa Periode dominiert die Zirkusidylle, sie lässt im Stil und in der Malweise auch Anklänge an den Jugendstil und den Symbolismus erkennen.

 Die Fondation Beyeler in Basel hat Gemälde und Skulpturen aus den Jahren 1901 bis 1906 zusammengetragen, die heute zu den begehrtesten Werken dieses Jahrhundertgenies zählen. Die Ausstellung ist von 3. Februar bis 16. Mai 2019 zu sehen.

Webseite der Foundation Beyeler

Pablo Picasso bei Galerie Thomas

 

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