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Chaim Soutine

Paysage à la Campagne à Céret

Öl auf Leinwand
ca. 1919-20
81,4 x 60 cm

1919 verließ Soutine auf Anraten seines Kunsthändlers Leopold Zborowski Paris und reiste nach Céret in den Pyrenäen. Wie sein Malerkollege Michel Kikoïne berichtete, schickte Zborowski Soutine auf den Weg "mit dem Versprechen, ihm Farben und Essen zu liefern, doch nichts dergleichen geschah, so daß Soutine in tiefem Elend und Verzweiflung malte". In Céret war Soutine allein, und in dieser Zeit der Einsamkeit und Unabhängigkeit löste er sich von den Traditionen. Es wurde eine entscheidende Phase im Leben des Künstlers, der sich nun ohne Ablenkung der plein air Malerei widmete. Hier fand er seinen eigenen unverwechselbaren Stil. In den Jahren 1919 bis 1922 schuf er eine einmalige Werkgruppe von ca. 200 Bildern, ekstatisch, konvulsiv und belebend. Man hat die Landschaftsbilder aus Céret bezeichnet als expressionistische Gemälde, gesehen mit dem Auge eines kubistischen Malers. Die Céret Landschaften sind in pastosen, oft dunklen Farben gemalt. Die Berge und Felsen, Felder und Steinhäuser sind wie von einem Strudel erfasst. Soutine war ein Künstler, dem nichts leicht von der Hand ging. Er quälte sich und kämpfte mit seinen Motiven. Vielleicht macht gerade das ihre Qualität aus, denn sie sind Zeugnisse dieses inneren Kampfes.

Preis auf Anfrage

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