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Sigmar Polke

Ohne Titel

Acryl, Dispersion, Interferenzfarben auf Karton
1990
200 x 150 cm
signiert und datiert unten rechts rückseitig signiert und datiert

In der großformatigen Arbeit von 1990 fasst Polke einen großen Teil der Elemente seiner vorangegangen Arbeiten zusammen. Da sind die Umrißlinien hier kaum deutbarer figürlicher Darstellung, die Aufrasterung der Bildfläche, die an die Pop Art der sechziger Jahre und die Ästhetik der Massenmedien gemahnt, und die Verwendung technologischer Mittel, die in ihrer chemischen Reaktionsfähigkeit auf den alchemistischen Mischmasch anspielen, der Polke so bedeutsam war. Auf den ersten Blick fast eine kosmologische Darstellung, die von einem hellen Zentrum zu den dunkleren Bildrändern strebt, dominieren in dem Werk Schwarz und Blau, die Farben des Kosmos. Durch die Rasterstruktur entsteht der Eindruck eines dokumentarischen Bildes oder einer Vergrößerung einer wissenschaftlichen Abbildung. Polke hat hier nicht nur Acryl- und Dispersionsfarben verwendet, sondern auch sogenannte Interferenzfarbe, die durch die unterschiedlichen Brechungseigenschaften in der Lage ist, je nach Betrachterstandpunkt und Lichteinfall sich verändernde, schillernde Farbeffekte zu erzeugen. Der Witz an Polkes Rastern ist vor allem, dass die Punkte Teile des Bildes, ja das Bild selbst sind und nicht das Motiv zusammensetzen sollen, das sich eventuell aus ihrer Konstellation zu ergeben scheint – und das der kulturell konditionierte Betrachter zu sehen erwartet, wenn er ein Raster erblickt.

Preis auf Anfrage

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