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Hans Hartung

T 1988-E 28

Acryl auf Leinwand
31.8.88
46 x 65 cm
rückseitig auf der umgeschlagenen Leinwand datiert und betitelt, auf dem Keilrahmen Stempel 'Inventaire H.H.'

Das Gemälde entstand, fast zwei Jahre nach dem Schlaganfall des Künstlers im Dezember 1986. Hartung saß im Rollstuhl, doch die Kreativität des Künstlers überwand die körperliche Einschränkung. Viele sehen in seinem Spätwerk sogar einen Höhepunkt seines Werks. Hartung hatte bereits seit den frühen 1960er Jahren die Farben mit Airbrush aufgetragen. Bereits vor dem Schlaganfall hatte er weniger Kraft in Armen und Händen und konnte die schweren Kanister nicht mehr halten. Einer seiner Assistenten hatte die Idee, Kolbensprühgeräte (französisch „sulfateuse“) mit Farbe zu füllen. Die Kanister standen auf dem Boden um den Rollstuhl herum, von jedem führte ein Gummischlauch zu einer langen Sprühdüse, die er gut handhaben konnte. Hartung war begeistert von der neuen Technik, die ihm durch kleine Bewegungen eine große Reichweite ermöglichte. Am 10. März 1987, seinem ersten Tag im Atelier nach dem Schlaganfall, verlangte er ausdrücklich großformatige Leinwände, zwei mit je 250 x 154 cm und ein Diptychon, 180 x 360 cm groß. Diese Geste bewies seinen ungebrochenen Willen und sein Selbstbewußtsein als Künstler. Mit Hilfe der „sulfateuse“ schuf Hartung Werke, die malerisch und gestisch sind.

Preis auf Anfrage

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