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Marc Chagall

Les amants

Aquarell und Gouache auf Papier
1928-1929
62,2 x 47 cm
signiert unten Mitte

Marc Chagall machte keine Skizzen oder vorbereitende Zeichnungen zu Gemälden. Die Motive mögen ähnlich sein, doch in den seltensten Fällen findet man eine Zeichnung oder ein Aquarell als Gemälde wieder. Diese Werke sind stets ein eigenständiger Ausdruck seiner kreativen Energie. Das vorliegende Aquarell mit Gouache wirkt unmittelbarer, lebensfroher, als ein voll aus-geführtes Gemälde. Es macht den kreativen Vorgang sichtbar und läßt vor dem geistigen Auge des Betrachters das Bild des Künstlers entstehen, wie er daran arbeitet – vermutlich im Sommer. Chagall hatte Rußland 1922 endgültig verlassen, seine Frau und seine Tochter folgten ihm bald. Sie übersiedelten nach Paris, das er 1914 zu einem kurzen Besuch in der Heimat verlassen hatte und in das er wegen des Kriegsausbruchs nicht zurückkehren konnte. Er mußte damals sein Atelier in La Ruche voller Bilder zurücklassen – doch nach acht Jahren war alles weg. 1925 erhielt er von Vollard den Auftrag für Illustrationen zu La Fontaines „Fabeln“, die ihn mehrere Jahre beschäftigten. Auch 1928 arbeitete er noch daran, während er den Sommer in Céret verbrachte. Möglicherweise entstand das zauberhafte Aquarell dort – wie so viele seiner Werke ein Ausdruck seiner Liebe zu seiner Frau Bella.

Preis auf Anfrage

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