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Franz Radziwill

Stilleben mit rotem Tisch und Pfeife

Öl auf Leinwand, auf Holz
1921
80,5 x 85,5 cm
monogrammiert unten rechts

Das vorliegende Stilleben ist ein frühes, noch stark vom Expressionismus der Brücke beeinflußtes, Werk Radziwills. Die leuchtenden Farben und die lockere und temperamentvolle Pinselführung strahlen noch nicht die strenge Kühle der Neuen Sachlichkeit aus. 1920 hatte Radziwill ein Manifest entworfen, das sich gegen den „mechanischen, ungeistigen Manierismus“ richtete. Er nannte es bezeichnenderweise „Ufer“ und schrieb: „Wir wollen auf dem weiterbauen, was uns die Brücke überlassen hat“. Die Objekte auf dem Tisch scheinen auf der orangeroten Fläche zu schweben – der Künstler hat ihre Umrisse, wie auch die Tischkante, als schmale weiße Linie belassen. In den Vordergrund hat der Künstler in die Mitte der Bildfläche eine große dunkle Vase mit hoch aufstrebenden Gräsern und Blumen als Repoussoir plaziert, um den Blick in die Tiefe zu lenken. Es ist jedoch nicht klar, ob die Straße, die sich rechts hinten durch einen quadratischen Tunnel windet, oder die Landschaft mit Wasserfläche und schwarz aufragendem Turm, echte Ausblicke sind oder nur hinter dem Tisch plazierte Gemälde, also gewissermaßen gemalte Kulissen. So spielt der Künstler bereits hier mit der Wahrnehmung des Betrachters.

Preis auf Anfrage

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