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Max Ernst

Les peupliers

Öl auf Papier auf Holz
1939
38,5 x 28 cm
signiert unten rechts

1938 verließ Max Ernst die Gruppe der Surrealisten und floh mit seiner neuen Liebe, der Künstlerin Leonora Carrington, von Paris nach Saint-Martin d’Ardèche, einem kleinen Dorf in Südfrankreich, bei Avignon. Die Auseinandersetzungen mit den Surrealisten und mit seiner Frau Marie-Berthe Aurenche veranlaßten Ernst, sich ein Refugium zu suchen. In dem alten Bauernhaus, das sie dort kauften, entstand ein mit Skulpturen und Malereien geschmücktes Gesamtkunstwerk, in dem das Paar gemeinsam arbeitete und ihre Künstlerfreunde empfing. In diesem von Extremen geprägten Jahr 1939 schuf Max Ernst das Gemälde „Les peupliers“. Nur auf den ersten Blick stellt sich die unmittelbare Assoziation zweier Pappeln vor dem blauen Hintergrund des Himmels, die der Bildtitel evoziert, beim Blick auf das Werk ein, doch wird diese Wahrnehmung durch die skurrilen, seltsamen und verwirrenden Formen, in denen sich die Farbe windet, kräuselt und zu Zeichen und Symbolen formt, verunsichert und aufgelöst. Das Künstleridyll währte wegen des Kriegsausbruches 1939 nicht lange. Max Ernst wurde im berüchtigten Lager Les Milles interniert, entlassen, dann wieder festgesetzt, entkam zweimal und floh schließlich 1941 und 1942 über Marseille, Madrid und Lissabon in die USA. Im Werk von Max Ernst reiht sich das Bild in eine Gruppe von Gemälden ein, die ähnliche, mittels der Decalcomanie entstandene stelenartige Gebilde und Formen zeigen. „Les Peupliers“ steht für die kurze Atempause, vielleicht sogar das Glück, die Ernst in Südfrankreich fand.

Preis auf Anfrage

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