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Karl Schmidt-Rottluff

Stilleben mit Gefäßen

Öl auf Leinwand
1913
65,3 x 73,5 cm
signiert und datiert oben links

Der ausschnitthafte Blick auf ein Stilleben mit wenigen Requisiten vor den Masten und Segeln der Fischerkähne und der von weißen Dünen gesäumten Meerlandschaft trägt all das in sich, was die Malerei Schmidt-Rottluffs ab 1913 ausmacht. Er verfolgte eine betont vereinfachte Formensprache, um zu Ausdrucksteigerungen und großer Intensität zu gelangen. Nicht mehr der Farbe, im Frühexpressionismus wichtigster, auch emotionaler Ausdrucksträger, galt nun seine Aufmerksamkeit, sondern der Form. Für die produktive und wichtige Werkphase zwischen 1913 und 1915 gab es zwei wesentliche Inspirationsquellen. Eine war die Landschaft um Nidden an der Kurischen Nehrung, die andere, die sein Schaffen bis in die Spätzeit hinein beeinflußte, die Kunst Afrikas. Er sah in ihr nicht nur eine Quelle für dekorative Objekte, er empfand sie als künstlerische Entsprechung zu seinem Werk. Wie die afrikanische Kunst, vor allem ihre Bildhauerei, so wollte auch er mit der formalen Ausbildung seiner neuen Arbeiten die Wesensart der Natur erfassen.

Preis auf Anfrage

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