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Max Pechstein

Große Mühlengrabenbrücke

Öl auf Leinwand
1922
80,5 x 101 cm
signiert und datiert unten rechts

Auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstätte und neuer Inspiration reist Pechstein im März 1921 an die pommersche Ostseeküste und entscheidet sich dort für kleine Stadt Leba, wo er bis 1945 die Sommer verbringt und ab 1944 sogar lebt. In Leba findet er auf eine Art das verlorene Paradies wieder, welches er in der Südsee erlebt und verloren hatte: unberührte Natur und Ursprünglichkeit. Pechstein erkundet die Gegend mit ungeheurer malerischer Produktivität, saugt die Farben der Landschaft auf und überträgt sie mit energischem Pinsel auf den Malgrund. Die „Große Mühlengraben-Brücke“ wird von der sonnendurchfluteten Abenddämmerung im Gegenlicht fast von der üppig, dunkelgrünen Vegetation verschluckt. Der darunter fließende Fluss spiegelt die leuchtenden, gelblichen Farben des Sonnenuntergangs, der hinter den aufragenden Bäumen erstrahlt. Die Arbeit stellt ein charakteristisches Motiv für Pechsteins Schaffen in der Zeit in Leba und in den 1920er Jahren dar: die Landschaft als Naturschauspiel, Lichtstimmungen und insbesondere auch Lichtspiegelungen im Wasser. Der Farbauftrag wird ab 1919 deutlicher lichter, der Pinselstrich lockert sich, die Farben leuchten, doch in sich werden die Kompositionen kompakter. Pechstein findet nach den erlebten Gräueln des Krieges und einer krisenhaften Zeit, in der er kaum malen konnte, seine innere Ruhe wieder und begibt sich mit neuer Energie in seine künstlerische Arbeit, die Natur hilft ihm dabei.

Preis auf Anfrage

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