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Chaim Soutine

Ohne Titel

Öl auf Leinwand
1923-1924
60 x 73 cm
mit Signatur unten rechts

Als Soutine 1913 aus dem damaligen Litauen nach Paris gekommen war, entwickelte sich eine enge Freundschaft mit Amedeo Modigliani. Er sorgte dafür, dass sein Kunsthändler Leopold Zborowski Soutine unter Vertrag nahm. 1919 schickte Zborowski seinen Schützling nach Céret, wo er bis 1922 blieb und über 100 Werke schuf, hauptsächlich Landschaften. Sie sind expressiv, eruptiv, wild und abstrakt. Bereits Anfang 1923 ermutigt Zborowski Soutine zu einem zweiten Aufenthalt in Südfrankreich, diesmal in Cagnes-sur-Mer. Soutine fühlte sich dort nicht wohl, dennoch war sein Schaffensdrang ungebrochen und es entstanden expressive, fast rhythmische Arbeiten, die einen ganz anderen Duktus als die Céret-Bilder aufweisen. Er malte das Städtchen Cagnes, das auf einem Hügel gelegen ist in vielen Variationen. Eine davon ist die uns vorliegenden Arbeit "Landschaft in Cagnes" von 1923. Der kraftvolle Pinselduktus zieht den Betrachter in die auf einem Hügel liegende Stadt förmlich hinein. Der Sog scheint aber auch die umliegende Landschaft und die Häuser zu erfassen, die sich in einem amorphen Strudel den Biegungen der Strasse anpassen. Die Bewegung verbleibt aber in der Bildkomposition, Soutine fasst sie ein und erzeugt dadurch eine bestimmende Prägnanz, der sich kein Betrachter entziehen kann. Während in den Céret-Bildern die Komposition über den Bildrand hinauszupreschen scheint und oft schwer lesbar ist wird die Motivik in den Cagnes-Bildern wieder erkennbar. Soutines Malweise wird beschreibender und ruhiger.

Preis auf Anfrage

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