Zurück

Emil Nolde

Junger Fürst und Tänzerinnen

Radierung auf Bütten
1918
26 x 21,4 cm Darst. / 56,5 x 45 cm Blatt
signiert unterhalb der Darstellung rechts,, bezeichnet 'Herr u Tänzerinnen' unten Mitte und 'I.1' unten links Auflage 11 Exemplare

Nolde schuf die vorliegende Radierung 1918, nachdem er und Ada von der abenteuerlichen „Medizinisch-demographischen Deutsch-Neuguinea-Expedition“ des Reichskolonialamtes zurückgekehrt waren. Dort hatte er die Ursprünglichkeit der dort lebenden Völker gefunden, nach der er gesucht hatte, aber auch die Schattenseiten der Kolonialisierung. Viele der dort geschaffenen Werke waren durch die Wirren des ersten Weltkrieges verloren gegangen. Doch die dort gewonnenen Eindrücke hatten ihn sehr beeindruckt und er schuf noch lange Zeit Werke, die diese Eindrücke wiedergaben. Nolde hatte sich ab 1905 mit der graphischen Technik der Radierung beschäftigt und hatte darin wahre Meisterschaft erlangt. Er arbeitete in der Graphik wie der Maler, der er war und machte keinen Unterschied: „Die Graphik soll mit gleicher Liebe und Hingebung entstehen wie die Bilder“. Der erste Besitzer des Blattes, Gustav Schiefler (1857-1935), war Richter in Hamburg. Er lernte 1906 Emil Nolde kennen, wurde passives Mitglied der „Brücke“ und verfaßte u.a. das Werkverzeichnis der Druckgraphik von Nolde.

Preis auf Anfrage

Auf Wunsch der EU ein kurzer Hinweis: Diese Webseite verwendet Cookies, um den Nutzern bestimmte Dienste bereitzustellen.
Es werden keine der so gesammelten Daten genutzt, um Sie zu identifizieren oder zu kontaktieren.