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George Grosz

Seiltänzerin und Clown

Tusche und Farbstift auf Papier
um 1916
ca. 28 x 20 cm
signiert unten rechts

Wie viele Künstler des frühen 20. Jahrhun-derts zog es auch Georg Groß nach Paris. 1912/13 verbrachte er dort acht Monate und besuchte Kurse in Aktzeichnen an der Académie Colarossi. Artistische Darbietungen in Zirkus und Varieté waren populär, berühmte Künstler wurden vom Zirkus oder Artisten zu Werken inspiriert, darunter Henri de Toulouse Lautrec, Edgar Degas, Georges Seurat, Marc Chagall and Pierre-Auguste Renoir. Die vorliegende Zeichnung zeigt eine Seiltänzerin, von einem Clown bewundert. Das ihre Schultern freilassendes Oberteil und die kurze, eng anliegende Hose überlassen nichts der Phantasie. Der angedeutete Raum läßt eher an die Bühne eines Varietés denken als an eine Zirkusmanege. Die ungewöhnliche Perspektive unterstreicht den Eindruck, wir sehen sie von oben - möglicherweise aus einer Loge heraus. Mit ausgebreiteten Armen auf dem Seil sitzend, hält sie das prekäre Gleichgewicht. Mit sicherem Strich hat der 23jährige Künstler die Szene erfaßt, die den Betrachter unwillkürlich den Atem anhalten läßt. Als Ausdruck seiner Verachtung für den Krieg und den Nationalismus in Deutschland amerikanisierte er seinen Namen 1916 und nannte sich nun George Grosz.

Preis auf Anfrage

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