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Ernst Ludwig Kirchner

Tanzgruppe der Mary Wigman-Schule in Dresden

Kohle und blaue Kreide auf Papier
1926
34,2 x 48,1 cm
rückseitig mit Nachlaß-Stempel und -Nr. 'Fs Da/Bc 45'

Bereits in Dresden waren die jungen Künstler der „Brücke“ vom Tanz – und Tänzerinnen – fasziniert. Die Voraussetzung, tanzende Körper darstellen zu können, erwarben die Künstler in den von Kirchner initiierten „Viertelstundenakten“, in denen sie lernten, eine Pose mit schnellen Strichen zu erfassen. 1926 reiste Ernst Ludwig Kirchner nach Dresden, wo er mit dem jungen Kunsthistoriker Will Grohmann an einer Monographie arbeitete. Grohmann brachte ihn zu Mary Wigman, der berühmtesten Vertreterin – und Erfinderin – des Ausdruckstanzes. Er durfte die Proben beobachten und zeichnen. Dabei wurde auch der „Totentanz“ zur Musik von Will Goetze geprobt. Kirchner schrieb in sein Tagebuch: "Heute erster Eindruck bei Mary Wigman. ... Es ist unendlich anregend und reizvoll, diese Körperbewegungen zu zeichnen. Ich werde davon große Bilder malen. Ja, das was wir geahnt haben, das ist doch Wirklichkeit geworden. Die neue Kunst ist da. M. W. benutzt vieles aus den modernen Bildern unbewußt, und das Schaffen eines modernen Schönheitsbegriffs ist ebenso in ihren Tänzen am Werke wie in meinen Bildern. . . .Der Zusammenhang von dem Bestreben der W. mit meinem der Darstellung der modernen Schönheit ist zweifellos. Es gibt das Ausdruckswerte, wie sie ein Gefühl steigert durch die Wiederholung der Bewegung, durch die Anzahl Menschen, ist auch auf meinen Bildern zu bemerken" Kirchner schuf eine große Anzahl von Zeichnungen, darunter "Tanzgruppe der Mary-Wigman-Schule in Dresden", und Graphiken, sowie das Ölgemälde „Totentanz der Mary Wigman“.

Preis auf Anfrage

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