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Marc Chagall

L'homme au parapluie

Öl auf Leinwand
1930-35
33 x 24 cm
mit Signaturstempel unten rechts

Marc Chagall stammte aus Liosno, dem jüdischen Schtetl von Witebsk, einer Stadt in Weißrußland (heute Belarus). Sein Vater Sachar schuftete sein Leben lang in einem Heringsdepot, die Mutter, Feige-Ita, betrieb einen kleinen Laden. Nachdem Chagall 1922 Witebsk und Rußland verlassen hatte, kehrte er nie wieder zurück, blieb jedoch seiner Herkunft und seiner Heimatstadt Witebsk verbunden. Als er von 1941 bis 1948 im Exil in den USA lebte, veröffentlichte er einen offenen Brief "An meine Stadt Witebsk", in dem er schrieb; "... Ich habe nicht mit Dir gelebt, aber es gab nicht ein einziges Gemälde das nicht Deinen Geist und Deine Reflektion widerspiegelt." So tauchen bis zu seinem Tod in seinen Bildern immer wieder Motive aus dem Schtetl auf. In "L'homme au parapluie" hat er sein Elternhaus dargestellt, über der Tür steht, wie in einigen seiner Gemälde, "Laden". Es war der Laden seiner Mutter. In einem alten sepiafarbenen Photo sieht man das ursprüngliche Holzhaus mit den im Gemälde dargestellten Stufen. Das vorliegende Gemälde entstand in den 1930er Jahren, als der Künstler bereits zehn Jahre nicht mehr in seiner Heimat gewesen war. Witebsk, wie er es gekannt hatte, wurde im Krieg weitgehend zerstört, doch es blieb bis zu Chagalls Tod in seinen Bildern und in seinem Herzen lebendig.

Preis auf Anfrage

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