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Emil Nolde

Im Zauberland

Aquarell und Tusche auf Japanpapier
1931-35
47 x 34 cm
signiert unten rechts

In den Jahren 1931 bis 1935 malte Emil Nolde unvermittelt eine reiche Folge frei erfundener Aquarelle, seine "Phantasien"; sie können als Vorläufer der "Ungemalten Bilder" gelten. Sie "entstanden ohne irgendwelches Vorbild oder Modell", erläutert Nolde, "auch ohne festumrissene Vorstellung". Dargestellt sind zumeist fremde, seltsame Wesen aus Märchen oder Sage, bunte Traumgebilde, mal Mensch, mal Tier, mal beides zugleich, Kobolde und Spukgestalten, wüste, erregte Gesichter, elegische wie dramatische Einzelfiguren, auch Gruppen, vor allem aber Paare, jugendlich exotisch oder in spannungsreicher Beziehung, von altem Mann und junger Frau. Seine Gestalten sind unmittelbar erlebte Begegnungen, ursprüngliche Geschöpfe, die frei von fremden Einflüssen "jenseits von Verstand und Wissen" allein der eigenen Imagination entspringen. Nicht das Unheimliche, Dämonische will Nolde in ihnen sehen, vielmehr das Humorvolle, das "Lebenssprühende". Aus Unregelmäßigkeiten, Flecken und Verläufen der Farbe, dem kontrollierten Zufall wachsen Bilder hervor. Noldes Kunst ist im Phantastischen beheimatet, gleichsam dem "Capriccio als Kunstprinzip" besonders zugetan; Das Phantastisch-Groteske ist ein ausgeprägtes Merkmal seiner Kunst, ein entscheidender Grundzug. "Malen nach einem Naturbild und etwas Technik kann ein jeder mehr oder weniger gut erlernen", schreibt er. Doch "phantastisch schaffen kann nur der, den hierzu Begabung treibt." Prof. Dr. Manfred Reuther, vormaliger Direktor der Nolde-Stiftung, Seebüll (Auszug)

Preis auf Anfrage

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