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Oskar Schlemmer

Zwei Köpfe und zwei Akte, Silberfries IV

Öl und Tempera auf Leinwand
1931
33 x 54,5 cm

1931 war ein von vielen Ausstellungen geprägtes Jahr für Schlemmer, der an der Akademie in Breslau unterrichtete, wo er mehr Zeit für eigene Projekte hatte als am Bauhaus. In seiner Malerei verwendete er zunehmend Architekturelemente. Statt die Figuren nur hintereinander darzustellen, setzt er Treppen und Geländer ein, um eine stärkere Staffelung zu erzielen. Dies hat er auch in seinem "Silberfries umgesetzt, bei dem er die rückwärtige Wand durch helle Flächen abgesetzt, sowie ein Geländer integriert hat, über das sich eine der Figuren beugt. Ein weiterer Kunstgriff, der in keinem anderen Werk Schlemmers zu finden ist, ist der Einsatz von Silberpulver, dase er zum Schluß auf einzelne Partien des Frieses stäubte. Den Silberfries zerschnitt der Künstler selbst in vier Teile. Teil I befindet sich in der Sammlung des Stedelijk Museums, Amsterdam; Teil II, das kleinste Teilstück, behielt der Künstler selbst, es befand sich in seinem Nachlaß; Teil II gehörte dem Architekten Hans Fischli in Zürich und danach der Bauhauskünstlerin Gunta Stölzl; das vorliegende, größte Teilstück trägt die Nummer IV. Dieses Werk erwarb der Architekt und Künstler Gustav Schleicher (1887-1973). Schleicher, ein gebürtiger Stuttgarter, gehörte, wie Willi Baumeister, Oskar Schlemmer und Otto Meyer-Amden, ebenfalls zum Kreis um Adolf Hoelzel an der Stuttgarter Akademie. Von 1912 bis 1914 war er Schüler des berühmten Architekten Adolf Loos, später wurde er Oberbaurat und gründete 1945 sein eigenes Architekturbüro in Stuttgart.

Preis auf Anfrage

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