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Emil Nolde

Dorf am Koog

Aquarell auf Japanpapier
ca. 1930
34 x 45 cm
signiert unten rechts

Nolde liebte den weiten Himmel über dem flachen Land und das schnell wechselnde Wetter Schleswig Holsteins, wo er geboren und aufgewachsen war. Das von ihm entworfene Haus Seebüll, in das er und Ada 1928 gezogen waren, war nicht weit von seinem Geburtsort entfernt. In der Zeit des nationalsozialistischen Malverbots schuf er hier ausschließlich Aquarelle, da er befürchtete, der Geruch von Ölfarbe würde verraten, daß er kreativ tätig war. Das Motiv des vorliegenden Aquarells ist eine Ansicht des Dorfes Aventoft, vom gegenüberliegenden Ufer (heute in Dänemark) des Ruttebüller Sees gesehen. Der charakteristische spitze Kirchturm ist deutlich zu sehen. Hier hat der Künstler eine dramatische Sonnenuntergangsstimmung eingefangen, die den Himmel, an dem nur noch die obersten Wolken einen rötlichen Saum haben, in tiefes Violett taucht, welches wiederum vom See reflektiert wird. Seinen malerischen Durchbruch hatte Nolde auf der Insel Alsen, wo er und Ada von 1903 bis 1916 lebten - er entdeckte die Farbe, sie wurde zum wichtigsten Mittel seines künstlerischen Ausdrucks. "Gelb kann Glück malen und auch Schmerz. Es gibt Feuerrot, Blutrot und Rosenrot. Es gibt Silberblau, Himmelblau und Gewitterblau. Jede Farbe birgt in sich ihre Seele, mich beglückend oder abstoßend oder anregend". Seine farbenprächtigen Aquarelle dieser Zeit weisen ihn als den besten Aquarellisten des 20. Jahrhunderts aus.

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