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Marino Marini

Cavallo

Öl, Gouache, Tusche und Pastell auf Papier auf Leinwand
1953
62 x 43 cm
signiert unten rechts

Marini ist vor allem bekannt für seine stilisierten Statuen und Gemälde von Pferden, mit oder ohne Reiter. Das vermutlich berühmteste Werk ist L'angelo della Cittá, das am Canale Grande vor der Peggy Guggenheim Sammlung in Venedig steht. 1917 studierte er an der Accademia Di Belle Arti in Florenz. Damals sah er zum ersten Mal etruskische Kunst, die sein Schaffen nachhaltig beeinflußte. Ein weiterer Einfluß waren die Skulpturen von Arturo Martini. Marini wurde 1929 Martinis Nachfolger als Professor an der Scuola d’Arte di Villa Reale in Monza, bei Mailand, er unterrichtete dort bis 1940. Marini sah die Beziehung zwischen Pferd und Mensch als Symbol für den Zustand der Menschheit, vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg. Während die frühen Skulpturen oft Reiter und Pferd als gelassene Einheit darstellen, werden die Pferde in seinen Darstellungen immer unruhiger, bis sie den Reiter schließlich abwerfen, wie in der Skulptur "Miracolo" vor der Neuen Pinakothek in München. Marini sah die verschiedenen Versionen als Ausdruck von Einheit, Hilflosigkeit und Ungleichgewicht und zeigte die Abhängigkeit und Verletzlichkeit des Menschen. Auch das Pferd im vorliegenden Werk ist unruhig. Es steht frontal vor dem Betrachter, die Vorderbeine auseinandergestellt, der Hals gestreckt, der Kopf zurückgeworfen. Mit expressiven schwarzen Strichen sind die Umrisse betont. Kraftvoll scheint es die farbige Bildfläche fast zu sprengen.

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