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Egon Schiele

Dame im Profil, auf einem Stuhl sitzend

Bleistift und Farbstift auf Papier
1909
45,5 x 31,5 cm
signiert und datiert unten links

Schiele, der nur 28 Jahre alt wurde, hinterließ dennoch ein umfangreiches Oeuvre. Seine Zeichenkunst ist altmeisterlich, zugleich jedoch extrem modern. Die schonungslose Darstellung des -oft nackten - Menschen ist von großer Kraft. Gefördert von Gustav Klimt, hatte er mit der Secessionsausstellung im März 1918 den Durchbruch erreicht. Bereits im Oktober des selben Jahres starb er an der Spanischen Grippe. Als Egon Schiele diese Zeichnung schuf, war er erst neunzehn Jahre alt. Es war das Jahr, in dem er die Akademie verließ, um als freier Künstler zu arbeiten. Die Dargestellte trägt ein hochmodernes, sogenanntes "Reformkleid". Die weit geschnittenen Kleider, zumeist wie hier mit Trägern, so daß man wechselnde Blusen darunter tragen konnte, erlaubten es den Frauen endlich, auf das als gesundheitsschädlich erkannte Korsett zu verzichten Es sollte ihnen ermöglichen, sich freier zu bewegen, man trug auch nur einen Unterrock darunter, statt mehrere. Bei der hier Dargestellten könnte es sich um Schieles Mutter Marie handeln, die er 1909 mehrfach zeichnete und in "Bildnis der Mutter des Künstlers mit Pelzkragen" portraitierte.

Preis auf Anfrage

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