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Franz Marc

Löwenjagd nach Delacroix

Holzschnitt auf Bütten
1913/1984
25 x 27,2 cm
nummeriert 26/30 mit Prägestempel des Nachlaßverwalters Otto Stangl - handgedruckt vom Original-Holzstock in einer Auflage von Auflage 30 + 2 Exemplaren

Franz Marcs Löwenjagd bezieht sich auf das gleichnamige Gemälde von Eugène Delacroix, das als herausragendes Beispiel für die gegen den akademischen Klassizismus gerichtete, "neobarocke" Malerei in der französischen Romantik gilt. Marc interessierten die Linien und die Dynamik an dem vibrierenden Farbwirbel bei Delacroix. Dass er den ausgesprochenen Koloristen Delacroix zunächst ausblendet und das Expressive der Linienführung über das Medium des Holzschnitts betont, scheint überraschend. Es ist aber folgerichtig in der Entwicklung von Marcs Oeuvre. Die allmählich in die Abstraktion strebenden Kompositionen erklären sich aus der Suche nach dem Wesen der Natur: den Lebenskräften und spirituellen Energien, die sich in den Lebewesen manifestieren. Indem Marc das dramatische Geschehen des Gemäldes im Holzschnitt auf die Konturen und Bewegungslinien fokussiert, erstellt er gewissermaßen ein Diagramm der darin wirksamen Kräfte. Die Holzschnittmappe wurde 1984 vom Verwalter des Nachlasses von Franz Marc, Otto Stangl in München, herausgegeben. Die Blätter wurden von Gerhard Köhler, Baden-Baden, jeweils per Hand vom Original-Holzstock aus den Jahren 1911 bis 1914 gedruckt.

Preis auf Anfrage

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