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Gerhard Marcks - Plastiken und Arbeiten auf Papier

22. Juni 2018 - 1. September 2018

Gerhard Marcks nimmt mit seinem Werk eine unverwechselbare Position in der Skulptur des 20. Jahrhunderts in Deutschland ein.

In unserer aktuellen Ausstellung zeigen wir Plastiken und Papierarbeiten dieses großen Humanisten. Tief beeindruckt von der Kunst Auguste Rodins und beeinflusst von der Tierplastik August Gauls und Richard Scheibes fand Gerhard Marcks zu einer originären stilistischen Ausdrucksweise. Seine Interpretation der menschlichen Figur, die er über Jahrzehnte seines Schaffens immer wieder erneuerte, zeichnet sich vor allem durch eine das Wesentliche der Bewegung oder der Haltung fassende Sensibilität aus. Sein gesamtes Werk ist von einem tiefen Humanismus geprägt.

Marcks arbeitete nahezu autodidakisch: Durch seine Tätigkeit am Bauhaus setzte er sich intensiv mit den künstlerischen Strömungen der Avantgarde auseinander, und wenngleich sein Oeuvre zeitweise kubistische Elemente reflektiert, steht sein nach Ausdruck strebendes Werk am ehesten dem Expressionismus nahe. Dennoch können seine Plastiken durch alle Schaffensphasen eine singuläre Stellung beanspruchen, deren Sprache ein über die Jahre immer stärker vom Menschenbild der archaischen Antike geprägter lyrischer Realismus ist. Fünf seiner Werke diffamierten die Nationalsozialisten in der Münchner Ausstellung ‘Entartete Kunst’ und belegten den Künstler anschließend mit Ausstellungsverbot.

Wir freuen uns, dass wir seit Januar 2018 den Nachlass des Künstlers vertreten.

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