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Mimmo Paladino

Giardino chiuso

bronze
1982
200 x 185 x 175 cm / 78 5/8 x 72 7/8 x 68 7/8 in.
with signature edition of 3 + 1 EA

Der Titel “Giardino chiuso” bezieht sich auf den im Mittelalter erfundenen “hortus con-clusus”, einen ummauerten Garten. Als Ersatz für den verlorenen Garten Eden spendete er Trost und diente als Rückzugs- und Kontemplationsort. In der christlichen Ikonographie wird Maria oft in einem solchen Garten dargestellt. Doch Paladino stellt eine Figur dar, die mit einer Stake in der Hand in einem flachen Kahn steht. Es könnte der Fährmann Charon sein, der eine im Kahn liegende Gestalt über den Fluß Acheron (oder Styx) in die Unterwelt, den Hades bringt. Auch im Gilgamesch-Epos gibt es einen Fährmann, namens Ur-sanabi, der über die Was-ser des Todes zur Götterinsel Dilmun, das Land der Seligen, fährt, wo die Unsterblichen wohnen. Nachdem Gilgamesch die „steinernen“ Ruderer getötet hatte, die die Staken herstellten und bedienten, muß er diese Aufgaben nun für den Fährmann übernehmen. Die Staken muß er jeweils im Boden stecken lassen, um nicht mit dem bitteren tödlichen Wasser in Berührung zu kommen. Paladino verwendet gern geheimnisvolle und rätselhafte Symbole in seinem Werk, auch der Tod ist oft ein Thema und ist in Form von Totenköpfen, Gebeinen und Skeletten in vielen seiner Werke zu finden, die von der Kunst der Etrusker inspiriert sind, welche eine ausdrucksstarke Grabkunst entwickelten.

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